CAROLABRÜCKE DRESDEN Erfolgreiche Einreichung des Entwurfs!
- vor 2 Tagen
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Wir sind sehr stolz darauf, gemeinsam mit FEHCOR Deutschland und TSSB Dresden einen Beitrag für die zukünftige Carolabrücke in Dresden erfolgreich bei der Stadt eingereicht und präsentiert zu haben.
Wir freuen uns darauf, den Bürgerinnen und Bürgern Dresdens unseren Entwurf sowie das dahinterstehende Team in den kommenden Bürgerdialogen und Beteiligungsformaten vorzustellen, Fragen zu beantworten und gemeinsam in den Austausch über die zukünftige Carolabrücke zu treten.

Was ist das besonderer an unserem Entwurf ? (Leitmotiv)
Das Besondere an unserem Entwurf der Carolabrücke 3.0 ist die Neuinterpretation der charakteristischen Bögen der historischen Carolabrücke 1.0 in Verbindung mit der konstruktiven Schlankheit und Klarheit der Carolabrücke 2.0. Aus diesen Qualitäten entsteht eine zeitgemäße, leichte und zugleich klassische Brücke für Dresden, die traditionelle Brückenbaukunst mit moderner Ingenieurskunst verbindet.
Die Bögen verleihen der Brücke ihre besondere Eleganz und fügen sie selbstverständlich in die Familie der Dresdner Elbbrücken ein. Gleichzeitig prägen sie die Wahrnehmung der Brücke im Dresdner Elbtal und stärken ihre stadträumliche Identität.
Die besondere Leichtigkeit der Konstruktion ermöglicht freie Blickbeziehungen auf die Dresdner Altstadt sowie entlang der Elbe. Auch unterhalb der Brücke bleiben die Sichtbeziehungen zwischen den Uferseiten offen und transparent.
Welche Materialien verwenden Wir und warum?
Die neue Brücke entsteht als moderne Stahlverbundkonstruktion mit sandsteinverkleideten Pfeilern und Widerlagern. Die gewählte Stahlbauweise ermöglicht einen hohen Vorfertigungsgrad und damit einen effizienten sowie zügigen Bauablauf. Gleichzeitig gewährleistet der Stahl eine hohe Dauerhaftigkeit und lange Lebensdauer der Konstruktion sowie eine nachhaltige Wiederverwertbarkeit der verwendeten Materialien auch über viele Generationen hinweg.
Mit der Verkleidung aus Sandstein nimmt die Brücke bewusst den prägenden Sandsteinton Dresdens auf und fügt sich harmonisch in das Stadtbild ein. Zugleich knüpft die Materialkombination aus Stahl und Sandstein an die Gestaltung der historischen Carolabrücke („Carola 1.0“) an und interpretiert diese mit zeitgemäßer Ingenieurskunst weiter.

Wie machen Sie das Bauwerk zu einem Ort, an dem man gerne verweilt?
Die Carolabrücke 3.0 wird nicht nur als Verkehrsverbindung verstanden, sondern als öffentlicher Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität.
Stadtbalkone auf der Brücke schaffen besondere Blickbeziehungen zur Dresdner Altstadtsilhouette, zu den Elbwiesen und den Filmnächten am Elbufer. Die Brücke wird damit nicht nur zum Ort des Übergangs, sondern auch zum Ort des Aufenthalts und der Wahrnehmung der Stadt.
Auch die Bereiche unterhalb der Brücke werden als robuste und dauerhaft nutzbare Stadträume gestaltet. Auf der Neustädter Seite entstehen Spiel-, Bewegungs- und Aufenthaltsflächen sowie multifunktionale Bereiche für Aufenthalt und kleinere Veranstaltungen. Die Altstädter Seite erhält wettergeschützte Aufenthaltsbereiche, eine Erweiterung der Elbpromenade und einen Erinnerungsort zur Geschichte der Carolabrücken.
Historische Relikte der Carolabrücken 1.0 und 2.0 werden bewusst integriert und machen die Geschichte des Ortes im Stadtraum dauerhaft erlebbar.

Die vorgestellten Unterlagen sind sehr umfangreich. Auf welches Detail oder welche Möglichkeit, möchten Wir noch hinweisen?
Ein besonderes Merkmal unseres Entwurfs ist seine hohe Flexibilität, die durch das durchgehende Brückendeck ermöglicht wird. Anders als bei der bisherigen Carolabrücke mit getrennten Teilbauwerken erlaubt die gemeinsame Deckkonstruktion eine langfristig anpassbare Nutzung der Verkehrsflächen.
So kann die Brücke sowohl vierspurig betrieben als auch künftig auf zwei Fahrspuren reduziert werden. Ebenso bleibt die Lage der Straßenbahntrasse flexibel veränderbar und kann sowohl in Seitenlage als auch in Mittellage geführt werden. Dadurch kann die Brücke auf zukünftige verkehrliche, städtebauliche und gesellschaftliche Entwicklungen reagieren, ohne dass grundlegende Eingriffe in die Tragstruktur erforderlich werden.
Trotz der hohen Flexibilität und zusätzlichen Aufenthaltsqualitäten entsteht mit nur 32,5 Metern Gesamtbreite ein schlankes und kompaktes Bauwerk, das gegenüber dem Vorgängerbau der Carolabrücke sogar mit geringerer Breite auskommt.
Wir bilden zusammen ein tolles Team. Die gemeinsame Arbeit hat sehr viel Spaß gemacht. (FEHCOR / TSSB / UKL)






